Einladung zur Trauerfeier: was hineingehört
Eine Einladung zur Trauerfeier braucht keine schönen Worte, sie braucht vollständige Angaben. Prüfen Sie jede Einladung anhand dieser Liste:
- Name des Verstorbenen, gegebenenfalls mit Geburtsname, Geburts- und Sterbedatum.
- Art der Feier: Trauerfeier mit anschließender Beisetzung, Urnenbeisetzung, Gedenkfeier ohne Beisetzung, Trauergottesdienst.
- Tag, Uhrzeit, Ort mit vollständiger Anschrift: Trauerhalle des Friedhofs, Kirche, Bestattungshaus. Bei mehreren Stationen alle nennen.
- Hinweise für die Gäste: Blumen oder Spenden, Kleidung, ob die Beisetzung im engsten Kreis stattfindet, ob anschließend eingeladen wird.
- Absender und Rückmeldung: wer einlädt, und bei einem Trauerkaffee, bis wann und wohin eine Zusage erbeten wird.
Wie eine Trauerfeier üblicherweise abläuft, damit Sie den Gästen Dauer und Ablauf nennen können, lesen Sie unter Ablauf einer Trauerfeier.
Wege der Einladung: Karte, Anzeige, E-Mail, Nachricht
Die gedruckte Trauerkarte ist der förmliche Weg und passt für Verwandte, ältere Menschen und alle, die Sie persönlich erreichen möchten; der Bestatter hilft beim Druck und Versand. Die Traueranzeige in der Zeitung erreicht den weiteren Kreis, der die Familie kennt, aber nicht in ihrem Adressbuch steht; wie man sie formuliert, steht unter Text für die Traueranzeige. E-Mail und Nachrichten per Telefon sind heute üblich für Freunde, Kollegen und Nachbarn, vor allem, wenn die Zeit knapp ist. Wählen Sie den Weg nach der Person, nicht nach Ihrer Bequemlichkeit: Wer einen Trauerfall erst aus einer Gruppennachricht erfährt, verzeiht das nicht immer.
Ein guter Ablauf: die engsten Angehörigen und Freunde persönlich anrufen, dann Karte oder Nachricht an alle Übrigen, zuletzt die Anzeige in der Zeitung.
Für Menschen, die weit weg wohnen, lohnt ein Anruf zusätzlich zur Karte: Sie müssen Reise und Unterkunft planen und brauchen die Angaben früher als alle anderen. Nennen Sie ihnen auch, ob nach der Feier eingeladen wird, damit sie den Rückweg planen können. Und wenn jemand nicht kommen kann, ist das keine Kränkung; viele schreiben dann einen Brief, der der Familie später mehr bedeutet als ein Händedruck am Grab.
Zehn Fragen, etwa 8 Minuten. Die Vorschau ist kostenlos.
Acht Textvorlagen für die Einladung
Alle Vorlagen sind eigene Texte und dürfen übernommen und angepasst werden. Setzen Sie die Angaben in eckigen Klammern ein.
Kurz und förmlich, für Karte oder Anzeige
Wir nehmen Abschied von [Name], [Geburtsdatum] bis [Sterbedatum]. Die Trauerfeier findet am [Tag, Datum] um [Uhrzeit] in der Trauerhalle des [Friedhofs, Ort] statt, anschließend Beisetzung. Im Namen der Familie: [Namen]
Persönlich, für Freunde und Nachbarn
Liebe [Anrede], unser Vater [Name] ist am [Datum] gestorben. Wir möchten ihn gemeinsam mit allen verabschieden, die ihm wichtig waren, und laden Sie herzlich zur Trauerfeier am [Tag, Datum] um [Uhrzeit] in die [Ort] ein. Es wäre ihm eine Freude, Sie dort zu wissen. [Namen]
Beisetzung im engsten Kreis, Einladung nur zur Trauerfeier
Die Trauerfeier für [Name] findet am [Tag, Datum] um [Uhrzeit] in [Ort] statt. Die Beisetzung erfolgt anschließend im engsten Familienkreis. Wir bitten um Verständnis und freuen uns über Ihr Kommen zur Trauerfeier.
Urnenbeisetzung
Die Urnenbeisetzung von [Name] findet am [Tag, Datum] um [Uhrzeit] auf dem [Friedhof, Ort] statt. Wir treffen uns um [Uhrzeit] am Haupteingang. Anschließend laden wir zu Kaffee und Kuchen in [Ort] ein.
Gedenkfeier ohne Beisetzung, einige Wochen später
Wir haben [Name] im kleinen Kreis beigesetzt. Um gemeinsam mit allen, die ihn kannten, an ihn zu denken, laden wir zu einer Gedenkfeier am [Tag, Datum] um [Uhrzeit] in [Ort] ein. Bringen Sie eine Erinnerung mit, wir möchten sie hören.
Einladung zum Trauerkaffee
Im Anschluss an die Beisetzung laden wir alle Trauergäste herzlich zu Kaffee und Kuchen in [Gasthaus, Anschrift] ein. Damit wir planen können, bitten wir um eine kurze Nachricht bis [Datum] an [Telefon oder E-Mail].
Für Kollegen und Verein
Liebe Kolleginnen und Kollegen, unser Kollege [Name] ist am [Datum] verstorben. Die Familie lädt alle, die ihn begleiten möchten, zur Trauerfeier am [Tag, Datum] um [Uhrzeit] in [Ort] ein. Wer gemeinsam hinfahren möchte: Treffpunkt um [Uhrzeit] am [Ort].
Kurze Nachricht per Telefon
Liebe [Name], ich muss dir eine traurige Nachricht schreiben: Meine Mutter ist am [Datum] gestorben. Die Trauerfeier ist am [Tag] um [Uhrzeit] in [Ort]. Es würde mir viel bedeuten, wenn du kommst. Ich melde mich, sobald ich kann. [Name]
Formulierungen für heikle Punkte
Manche Sätze schreibt man ungern, und doch müssen sie in die Einladung. Bewährte Formulierungen:
- Statt Blumen: „Anstelle zugedachter Blumen bitten wir um eine Spende an [Einrichtung], Stichwort [Name].“
- Keine Beileidsbekundungen am Grab: „Von Beileidsbekundungen am Grab bitten wir abzusehen.“ Das entlastet die Familie, die sonst am Grab hundert Hände drücken muss.
- Kleiner Kreis: „Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.“ Kein Grund muss genannt werden.
- Kleidung: „Auf Wunsch der Verstorbenen bitten wir um helle Kleidung.“ Ohne Hinweis gilt dunkle Kleidung.
- Gedenkbuch: „Am Eingang liegt ein Buch aus, in das Sie eine Erinnerung schreiben können.“
- Kinder: „Kinder sind willkommen.“ Der Satz nimmt Eltern die Unsicherheit.
Wenn Sie selbst sprechen werden, gehört das nicht in die Einladung; die Gäste erfahren es bei der Feier. Was Sie dafür vorbereiten, steht unter Trauerrede schreiben.
Zeitplan: wann welche Einladung verschickt wird
- Am ersten oder zweiten Tag: Termin mit dem Bestatter, Friedhof und Pfarrer oder Trauerredner festlegen. Ohne festen Termin keine Einladung.
- Sobald der Termin steht: die engsten Angehörigen und Freunde anrufen. Dieselben Menschen bekommen später auch die Karte.
- Ein bis zwei Tage später: Karten drucken und verschicken, Nachrichten an Freunde, Kollegen, Vereine. Die Anzeige in der Zeitung aufgeben; die Anzeigenabteilung nennt den Redaktionsschluss.
- Bis zwei Tage vor der Feier: Zusagen für den Trauerkaffee sammeln und dem Gasthaus die Zahl nennen.
- Nach der Feier: die Danksagung, meist vier bis acht Wochen später; Vorlagen unter Danksagung nach der Trauerfeier.
Und wenn zwischen Einladung und Feier die Worte für die Rede fehlen: Unter Rede erstellen entsteht aus Ihren Erinnerungen eine persönliche Trauerrede, während der Bestatter sich um den Rest kümmert.
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Häufige Fragen
Wie viel Zeit liegt zwischen Einladung und Trauerfeier?
Meist eine Woche oder weniger. Deshalb gehen die Einladungen sofort raus, sobald der Termin mit Bestatter und Friedhof feststeht: erst Anrufe, dann Karten und Nachrichten, dann die Anzeige.
Muss ich jeden einzeln einladen?
Nein. Die engsten Menschen persönlich, alle anderen über Karte, Nachricht oder Anzeige. Wer aus der Zeitung von der Feier erfährt, ist damit eingeladen, wenn die Anzeige Ort und Zeit nennt.
Wie bitte ich um Spenden statt Blumen?
Mit einem Satz in der Einladung: „Anstelle zugedachter Blumen bitten wir um eine Spende an …“, mit Einrichtung und Stichwort. Wer trotzdem eine Blume mitbringt, macht nichts falsch.
Was schreibe ich, wenn die Beisetzung nur im engsten Kreis stattfindet?
„Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis.“ Laden Sie dann zur Trauerfeier oder zu einer späteren Gedenkfeier ein, damit der weitere Kreis Abschied nehmen kann.
Kann ich per Nachricht am Telefon einladen?
Ja, für Freunde, Kollegen und Nachbarn ist das üblich. Nahe Verwandte und ältere Menschen sollten Sie anrufen oder eine Karte schicken.