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Was kostet ein Trauerredner? Preise, Leistungen und Alternativen

Die Kosten für einen Trauerredner liegen je nach Region und Aufwand weit auseinander. Hier finden Sie die Preisspannen, die 2025 und 2026 öffentlich genannt werden, eine Übersicht, was das Honorar abdeckt, und die Alternativen, falls Sie selbst sprechen möchten.

Trauerredner-Kosten: die öffentlich genannten Spannen

Freie Trauerredner legen ihr Honorar selbst fest, eine einheitliche Preisliste gibt es nicht. Entsprechend breit sind die Angaben, die sich 2025 und 2026 in öffentlich zugänglichen Preisinformationen finden:

  • Etwa 400 bis 1.000 Euro nennen deutsche Vergleichsportale als typisches Honorar für einen freien Trauerredner, der die Rede schreibt und auf der Trauerfeier hält.
  • 900 bis 1.300 Euro werden für Großstädte genannt.
  • 200 bis 550 Euro stehen in anderen Quellen.
  • 600 Euro pauschal veröffentlicht ein Berliner Redner als festen Preis.

Die Spannen überschneiden sich und zeigen vor allem eines: Die Preise schwanken stark, je nach Region, Aufwand und Redner. Verlässlich ist deshalb nur ein konkretes Angebot. Achten Sie beim Vergleichen darauf, ob ein Preis mit oder ohne Umsatzsteuer und Anfahrt genannt ist.

Was im Honorar enthalten ist

Der Vortrag auf der Trauerfeier ist nur der sichtbare Teil der Arbeit. In der Regel deckt das Honorar vier Dinge ab:

  1. Das Vorgespräch. Der Redner besucht Sie zu Hause oder telefoniert mit Ihnen, hört zu und fragt nach Lebensstationen, Eigenheiten und Geschichten. Dieses Gespräch ist die Grundlage der Rede.
  2. Das Schreiben. Aus Ihren Erzählungen entsteht ein persönlicher Text. Viele Redner stimmen die wichtigsten Punkte oder den ganzen Entwurf vorab mit der Familie ab.
  3. Die Anfahrt. Dazu zählen die Wege zum Vorgespräch und zur Trauerhalle oder zum Friedhof. Bei längeren Strecken kommt häufig eine Fahrtpauschale hinzu.
  4. Der Vortrag. Die Rede selbst, oft verbunden mit der Begrüßung der Trauergäste, den Überleitungen zur Musik und einigen Worten am Grab.

Fragen Sie nach, ob auch die Abstimmung mit dem Bestatter, die Begleitung zur Grabstelle und ein Ausdruck der Rede für die Familie dazugehören. Manche Redner berechnen das gesondert, andere nicht.

So eine Rede, aber über Ihren Menschen

Zehn Fragen, etwa 8 Minuten. Die Vorschau ist kostenlos.

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Warum die Preise für Trauerredner so weit auseinanderliegen

Die Unterschiede erklären sich aus wenigen Punkten:

  • Region: Für Großstädte werden höhere Honorare genannt als sonst üblich.
  • Aufwand: Ein langes Vorgespräch mit mehreren Angehörigen und die Gestaltung der gesamten freien Trauerfeier kosten mehr als eine kurze Ansprache.
  • Anfahrt: Weite Wege werden häufig gesondert berechnet.
  • Termin: Fragen Sie, ob für Samstage oder sehr kurzfristige Termine ein Zuschlag anfällt.
  • Erfahrung: Wer seit vielen Jahren hauptberuflich spricht, kalkuliert anders als jemand, der nebenberuflich beginnt.

Ein höherer Preis bedeutet nicht von selbst eine bessere Rede, ein niedriger nicht von selbst eine schlechtere. Aufschlussreicher ist das erste Telefonat: Hört der Redner zu? Fragt er nach dem Menschen oder nur nach Daten? Nimmt er sich Zeit für Ihre Fragen?

Vor der Zusage: Fragen an den Redner

Mit diesen Fragen wissen Sie nach wenigen Minuten, woran Sie sind:

  • Was kostet die Rede insgesamt, einschließlich Anfahrt und möglicher Zuschläge?
  • Wie läuft das Vorgespräch ab, und wer aus der Familie kann dabei sein?
  • Bekommen wir den Text vorab zu lesen?
  • Begleiten Sie uns auch ans Grab?
  • Erhalten wir die Rede nach der Feier schriftlich?
  • Wer springt ein, falls Sie am Tag der Beisetzung krank sind?

Ein seriöser Redner beantwortet das offen und drängt Sie nicht zu einer schnellen Zusage.

Kommt es zum Auftrag, entscheidet das Vorgespräch darüber, wie persönlich die Rede wird. Legen Sie vorher Stichworte zu den Lebensstationen bereit, dazu zwei oder drei Geschichten und typische Redensarten, und bitten Sie möglichst ein weiteres Familienmitglied dazu. Je mehr der Redner von Ihnen hört, desto weniger muss er mit allgemeinen Sätzen füllen.

Was kostet eine Trauerrede ohne Vortrag?

Wenn Sie selbst sprechen möchten und nur beim Schreiben Hilfe suchen, brauchen Sie keinen Redner, sondern einen Text. Eine geschriebene Rede ohne Vortrag wird in öffentlichen Preisangaben für etwa 75 bis 260 Euro angeboten.

Deutlich darüber liegt die Honorarempfehlung des Redenschreiberverbands VRdS: Für eine zehnminütige private Rede eines professionellen Redenschreibers nennt er etwa 1.100 Euro netto, also ohne Umsatzsteuer. Die Zahl bezieht sich auf private Reden allgemein und zeigt, wie viel Arbeit in einem guten Redetext stecken kann.

Welche Wege es gibt und was jeder Schreiber von Ihnen wissen muss, steht im Ratgeber Trauerrede schreiben lassen.

Wer bezahlt den Trauerredner?

Das Honorar gehört zu den Kosten der Bestattung. Bezahlt wird es in der Regel von den Angehörigen, die die Trauerfeier in Auftrag geben. Häufig läuft die Abrechnung über den Bestatter: Er vermittelt den Redner und führt das Honorar als eigenen Posten auf seiner Rechnung. Andere Redner schicken ihre Rechnung direkt an die Familie.

Drei Dinge helfen, Überraschungen zu vermeiden:

  • Lassen Sie sich vor dem Vorgespräch den Gesamtpreis nennen, am besten schriftlich: Honorar, Anfahrt, mögliche Zuschläge und Umsatzsteuer.
  • Fragen Sie den Bestatter, ob das Honorar in seinem Angebot schon enthalten ist oder hinzukommt.
  • Gibt es eine Bestattungsvorsorge oder eine Sterbegeldversicherung, lohnt ein Blick in die Unterlagen, ob die Trauerfeier mit abgedeckt ist.

Teilen sich mehrere Angehörige die Kosten, sprechen Sie das früh und offen an. Das erspart Missverständnisse in einer ohnehin schweren Woche.

Kirchliche Trauerfeier: Was kostet der Pfarrer?

Gehörte der oder die Verstorbene einer Kirche an, leitet meist der Pfarrer oder die Pfarrerin die Trauerfeier und hält die Ansprache. Für Kirchenmitglieder fällt dafür in der Regel kein zusätzliches Honorar an. Einzelheiten, etwa zur Nutzung der Kirche oder zur Orgelmusik, erfragen Sie bei Ihrer Gemeinde.

Auch bei einer kirchlichen Feier können Angehörige nach Absprache häufig einige persönliche Worte sprechen. Für eine freie Trauerfeier ohne Pfarrer brauchen Sie dagegen entweder einen freien Redner oder jemanden aus Ihrem Kreis, der spricht.

Die Alternative: selbst sprechen

Niemand muss einen Redner buchen. Eine Tochter, ein Enkel oder ein alter Freund kennt Geschichten, die ein Fremder erst erfragen muss. Selbst zu sprechen kostet kein Honorar, aber Kraft und etwas Vorbereitung.

Ein Redner nimmt Ihnen vor allem zweierlei ab: das Formulieren und das Sprechen vor den Trauergästen. Überlegen Sie, was davon Ihnen schwerer fällt. Wer nur beim Formulieren Hilfe braucht, muss nicht die ganze Leistung bezahlen. Diese Seiten helfen weiter:

Auch eine Mischung ist möglich: Der Redner oder der Pfarrer führt durch die Feier, und Sie sprechen zwei oder drei Minuten über das, was nur Sie erzählen können. Wenn Sie dafür einen geführten Einstieg suchen, können Sie mit dem Fragebogen für Ihre Rede beginnen.

Jeder Mensch ist einzigartig. Seine Rede sollte es auch sein.

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Häufige Fragen

Was kostet ein freier Trauerredner?

Deutsche Vergleichsportale nennen für das Schreiben und Halten der Rede etwa 400 bis 1.000 Euro, für Großstädte auch 900 bis 1.300 Euro. Andere Quellen nennen 200 bis 550 Euro. Die Preise schwanken nach Region und Aufwand, verbindlich ist nur das Angebot des einzelnen Redners.

Wie viel kostet ein Trauerredner in einer Großstadt?

Für Großstädte werden in öffentlichen Preisangaben 900 bis 1.300 Euro genannt. Zugleich veröffentlicht ein Berliner Redner einen Pauschalpreis von 600 Euro. Auch innerhalb großer Städte können die Honorare also deutlich auseinanderliegen.

Ist der Trauerredner im Angebot des Bestatters enthalten?

Das ist unterschiedlich. Häufig vermittelt der Bestatter den Redner und führt das Honorar als eigenen Posten auf. Fragen Sie nach, ob der Betrag im Angebot schon enthalten ist oder noch hinzukommt.

Kostet der Pfarrer bei einer Beerdigung etwas?

Für Kirchenmitglieder fällt für die Trauerfeier durch den Pfarrer oder die Pfarrerin in der Regel kein zusätzliches Honorar an. Einzelheiten klären Sie am besten direkt mit Ihrer Gemeinde.

Was kostet eine Trauerrede, wenn ich sie nur schreiben lasse?

Eine geschriebene Rede ohne Vortrag wird für etwa 75 bis 260 Euro angeboten. Sie tragen den Text dann selbst vor oder bitten jemanden aus der Familie darum.

Muss ich einen Trauerredner buchen?

Nein. Angehörige und Freunde können selbst sprechen, bei einer freien Trauerfeier ebenso wie nach Absprache bei einer kirchlichen. Wer sich das Reden nicht zutraut, kann den eigenen Text auch von einer vertrauten Person vorlesen lassen.

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