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Trauerrede Hilfe Persönliche Worte für den Abschied
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Trauerbrief schreiben: Beispiele, Aufbau und Formulierungen

Das Wort Trauerbrief meint zwei verschiedene Briefe. Die Familie schreibt einen Trauerbrief, um Verwandten und Freunden den Tod mitzuteilen und zur Trauerfeier einzuladen. Und wer vom Tod erfährt, schreibt einen Trauerbrief an die Angehörigen, den Kondolenzbrief. Diese Seite zeigt, wie man beide Trauerbriefe schreiben kann: mit Aufbau, vollständigen Beispielen und Formulierungen für Anfang und Schluss.

Trauerbrief schreiben: Aufbau in fünf Schritten

Beide Arten von Trauerbrief folgen einem einfachen Muster:

  1. Anrede. So, wie Sie den Empfänger sonst ansprechen: „Liebe Tante Helga“, „Sehr geehrte Frau Becker“, „Lieber Jens“.
  2. Der Anlass im ersten Satz. Beim Brief der Familie: „Unsere Mutter ist am … gestorben.“ Beim Kondolenzbrief: „Ich habe vom Tod Ihres Mannes erfahren.“ Kein langer Anlauf.
  3. Der persönliche Teil. Familie: wie es dazu kam, soweit Sie es sagen möchten, und was jetzt geplant ist. Kondolenz: eine eigene Erinnerung an den Verstorbenen.
  4. Das Praktische oder das Angebot. Familie: Termin der Trauerfeier, Blumen oder Spenden. Kondolenz: ein konkretes Angebot zu helfen.
  5. Schluss und Unterschrift. Ein Satz, der bleibt, dann der Name. Beim Brief der Familie unterschreiben alle engsten Angehörigen.

Handschrift ist bei beiden Briefen die Regel, wo sie möglich ist. Ein gedruckter Brief der Familie mit handschriftlicher Zeile ist ebenfalls üblich, wenn viele Empfänger zu erreichen sind.

Der Trauerbrief der Familie: Beispiele

Dieser Brief ersetzt oder ergänzt die Traueranzeige. Er geht an Menschen, die persönlich erfahren sollen, was geschehen ist, oft mit der Einladung zur Trauerfeier.

An die Verwandtschaft

Liebe Familie Krüger, unsere Mutter Hannelore ist am 4. März im Alter von 82 Jahren zu Hause eingeschlafen. Nach dem Sturz im Januar hat sie sich nicht mehr erholt, aber sie war bis zuletzt bei uns, in ihrem Bett, mit Blick auf den Garten. Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 13. März, um 11 Uhr in der Friedhofskapelle Uelzen statt, die Beisetzung im Anschluss. Anstelle von Blumen bittet sie selbst, das hat sie noch aufgeschrieben, um eine Spende an den Tierschutzverein. Wir würden uns freuen, euch zu sehen. Eure Sabine und euer Jörg

An Freunde und Bekannte, mit Bitte um Verständnis für die Stille

Liebe Freunde, wir müssen euch mitteilen, dass Thomas am 22. August unerwartet gestorben ist. Wir sind noch nicht in der Lage, mit vielen Menschen zu sprechen, und bitten euch, uns das nicht übelzunehmen. Die Trauerfeier ist am 30. August um 14 Uhr in der Trauerhalle Neuer Friedhof, Gießen. Wer kommen möchte, ist willkommen; wer lieber später vorbeischaut, ebenso. Antje mit Lena und Paul

Weitere Vorlagen für die Einladung zur Feier stehen unter Einladung zur Trauerfeier, Formulierungen für die Zeitung unter Text für die Traueranzeige.

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Der Kondolenzbrief: Beispiele für persönliche Worte

Der Kondolenzbrief geht an die Angehörigen. Er ist länger als die Karte, meist eine halbe bis ganze Seite, und sein Kern ist eine eigene Erinnerung.

An eine Freundin, die ihren Vater verloren hat

Liebe Miriam, Deine Nachricht hat mich sehr getroffen. Ich habe Deinen Vater nur ein paar Mal getroffen, aber ich erinnere mich genau an den Abend in eurem Garten, als er uns allen erklärt hat, wie man Tomaten richtig ausgeizt, und dabei so gelacht hat, dass wir es nie vergessen haben. Ich weiß, wie nah ihr euch standet. Ich bin für Dich da, auch wenn Du gerade niemanden sehen willst. Ich rufe nächste Woche an, und wenn Du nicht rangehst, ist das in Ordnung. In Gedanken bei Dir, Katrin

An die Witwe eines Kollegen

Sehr geehrte Frau Albers, mit großer Betroffenheit habe ich vom Tod Ihres Mannes erfahren. Ich habe zwölf Jahre mit Jürgen zusammengearbeitet, und es gab keinen Morgen, an dem er nicht als Erster in der Disposition stand, mit Kaffee für alle, die nach ihm kamen. Er hat mir in meinem ersten Jahr mehr beigebracht als jede Schulung. Wenn ich Ihnen in den nächsten Wochen mit etwas helfen kann, bei Behördenwegen oder einfach beim Zuhören, melden Sie sich bitte. Mit aufrichtigem Mitgefühl, Ihr Martin Deuter

An Nachbarn nach dem Tod des Kindes, kurz

Liebe Familie Sommer, es gibt keine Worte für das, was Ihnen geschehen ist, und wir versuchen keine zu finden. Wir möchten Ihnen nur sagen, dass wir da sind: nebenan, jederzeit, für alles. Ein Essen steht ab morgen jeden Abend vor Ihrer Tür, ohne dass Sie öffnen müssen. In tiefer Anteilnahme, Ihre Nachbarn aus Nummer 7

Formulierungen für Anfang und Schluss

Anfang des Kondolenzbriefs:

  • „Die Nachricht vom Tod Ihrer Mutter hat mich sehr bewegt.“
  • „Ich habe heute erfahren, dass Peter gestorben ist, und ich musste mich erst setzen.“
  • „Es tut mir unendlich leid, dass Du Deinen Bruder verloren hast.“

Schluss des Kondolenzbriefs:

  • „Ich wünsche Ihnen Kraft für die kommende Zeit und Menschen, die bleiben.“
  • „Wenn Du reden möchtest, bin ich da. Wenn Du schweigen möchtest, auch.“
  • „In stiller Anteilnahme“, „Mit aufrichtigem Mitgefühl“, „In Gedanken bei euch“.

Anfang des Trauerbriefs der Familie:

  • „Wir müssen euch mitteilen, dass …“
  • „Nach einem langen, erfüllten Leben ist unsere Mutter am … gestorben.“
  • „Plötzlich und für uns alle unfassbar ist … am … aus dem Leben gerissen worden.“

Weitere Sätze, die sich vom Gesprochenen ins Geschriebene übertragen lassen, finden Sie unter Texte für Trauerreden.

Was man im Trauerbrief vermeidet

  • Ratschläge. „Die Zeit heilt alle Wunden“ und „Er hat es jetzt besser“ helfen nicht, auch wenn sie gut gemeint sind. Anteilnahme heißt: bei der Trauer bleiben, nicht sie erklären.
  • Fragen nach den Umständen. Wie es passiert ist, erzählt die Familie, wenn sie möchte.
  • Der eigene Verlust im Mittelpunkt. Ein Satz über die eigene Betroffenheit ist richtig, drei Absätze sind es nicht.
  • Vage Angebote. „Melde dich, wenn du etwas brauchst“ wird nie angenommen. Konkret ist besser: „Ich bringe am Donnerstag Essen vorbei.“
  • Kopierte Sprüche. Ein einziger eigener Satz mit einer Erinnerung ist mehr wert als das schönste Zitat.

Wer als Angehöriger nach den Briefen auch die Rede für die Trauerfeier vorbereiten muss, findet unter Trauerrede schreiben eine Anleitung und unter Rede erstellen einen Weg, sie aus den eigenen Erinnerungen entstehen zu lassen. Die Danksagung, die Wochen später folgt, hat ihre Vorlagen unter Danksagung nach der Trauerfeier.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Trauerbrief und Kondolenzbrief?

Der Trauerbrief der Familie teilt den Tod mit und lädt zur Trauerfeier ein. Der Kondolenzbrief ist die Antwort: ein Brief an die Angehörigen mit Anteilnahme und einer eigenen Erinnerung. Umgangssprachlich heißen beide Trauerbrief.

Wie lang sollte ein Kondolenzbrief sein?

Eine halbe bis eine Seite, handgeschrieben. Kürzer als eine Karte muss er nicht sein, länger als eine Seite selten.

Schreibt man den Trauerbrief mit der Hand?

Den Kondolenzbrief ja, wenn irgend möglich. Den Trauerbrief der Familie an viele Empfänger darf man drucken und mit einer handschriftlichen Zeile ergänzen.

Wann verschickt man den Kondolenzbrief?

In den ersten zwei Wochen nach der Nachricht. Später ist er trotzdem willkommen; die Zeit nach der Trauerfeier ist für viele Angehörige die stillste.

Was schreibe ich, wenn ich den Verstorbenen kaum kannte?

Dann schreiben Sie über den Empfänger: dass Sie an ihn denken, dass Sie helfen möchten, und wie. Eine erfundene Erinnerung merkt jeder.

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