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Trauerrede Hilfe Persönliche Worte für den Abschied
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Ablauf einer Trauerfeier und Beerdigung: was wann geschieht

Wer zum ersten Mal eine Trauerfeier organisiert oder dort sprechen soll, möchte vor allem eines wissen: Was passiert wann, und wie lange dauert es? Diese Seite beschreibt den üblichen Ablauf einer Trauerfeier in der Trauerhalle, in der evangelischen und katholischen Kirche, bei der freien Feier und bei der Urnenbeisetzung. Dazu lesen Sie, an welcher Stelle die Trauerrede steht und was danach kommt. Einzelheiten unterscheiden sich von Ort zu Ort; den Rahmen legen Bestatter, Pfarrer oder Trauerredner mit der Familie fest.

Vor der Trauerfeier: Ankunft, Plätze, Kondolenz

Die Trauergäste kommen meist 15 bis 30 Minuten vor Beginn. Am Eingang der Trauerhalle oder Kirche liegt oft ein Kondolenzbuch aus, in das man sich einträgt; Karten und Blumen nimmt der Bestatter oder ein Mitarbeiter des Friedhofs entgegen. Die vorderen Reihen sind für die engste Familie reserviert, alle anderen setzen sich dahinter. Wer spricht, setzt sich an den Rand einer vorderen Reihe, damit der Weg zum Rednerpult kurz ist.

Der Sarg oder die Urne steht bereits vorn, meist mit Blumenschmuck und einem Bild des Verstorbenen. Leise Musik läuft, bis alle sitzen. Die Familie kommt in vielen Fällen als Letzte, gemeinsam, und geht nach vorn. Dann beginnt die Feier.

Ablauf der Trauerfeier in der Trauerhalle, Schritt für Schritt

So läuft eine weltliche oder konfessionsfreie Trauerfeier in der Regel ab. Die Reihenfolge kann sich unterscheiden, die Bausteine bleiben ähnlich:

  1. Musik zum Beginn. Ein Instrumentalstück oder ein Lied, während die Familie Platz nimmt.
  2. Begrüßung. Der Trauerredner oder der Bestatter begrüßt die Trauergemeinde und nennt den Verstorbenen mit Namen.
  3. Trauerrede oder Ansprache. Der längste Teil: Lebensweg, Charakter, Erinnerungen. Sie wird vom Trauerredner gehalten oder von einem Angehörigen, manchmal von beiden.
  4. Musik oder Stille. Das persönliche Lied des Verstorbenen, danach ein Moment der Stille.
  5. Weitere Worte. Kurze Beiträge von Freunden, Kollegen, Vereinen. Je Redner zwei bis drei Minuten.
  6. Abschied am Sarg oder an der Urne. Die Gäste treten einzeln oder in kleinen Gruppen nach vorn, verneigen sich, legen eine Blume ab. Die Familie zuerst oder zuletzt, je nach Wunsch.
  7. Musik zum Auszug. Der Sarg wird hinausgetragen, die Urne von einem Angehörigen oder dem Bestatter getragen. Die Trauergemeinde folgt zum Grab.

Was in einer Trauerrede steht und wie sie aufgebaut ist, lesen Sie unter Aufbau einer Trauerrede. Welche Musik an welche Stelle passt, zeigt Lieder zur Beerdigung.

So eine Rede, aber über Ihren Menschen

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Evangelische und katholische Trauerfeier: die Unterschiede

Bei einer kirchlichen Beerdigung leitet der Pfarrer oder die Pfarrerin die Feier. Der Ablauf folgt der Liturgie, und die Gemeinde singt gemeinsam. Grob gesagt:

Evangelisch. Musik zum Eingang, Begrüßung und Votum, Gemeindelied, Psalm oder Gebet, Schriftlesung, Predigt mit Lebenslauf des Verstorbenen, Gemeindelied, Fürbitten und Vaterunser, Segen, Musik zum Ausgang. Weltliche Beiträge von Angehörigen haben meist nach der Predigt oder vor dem Segen ihren Platz.

Katholisch. Die Feier ist häufig ein Requiem, also eine Messe: Eröffnung, Kyrie, Lesung, Evangelium, Predigt, Fürbitten, Eucharistie, Schlussgebet und Aussegnung des Sarges mit Weihwasser und Weihrauch. Wo keine Messe gefeiert wird, gibt es eine Wort-Gottes-Feier mit ähnlicher Struktur ohne Eucharistie. Persönliche Worte der Familie sind möglich, meist am Ende, und werden vorher mit dem Pfarrer abgesprochen.

In beiden Konfessionen gilt: Wer sprechen möchte, sagt es dem Pfarrer früh, spricht kurz und stimmt Musikwünsche ab. Manche Gemeinden erlauben weltliche Lieder nur zum Ein- oder Auszug.

Freie Trauerfeier ohne Pfarrer

Bei einer freien Trauerfeier gibt es keine Liturgie. Ein freier Trauerredner oder die Familie selbst gestaltet den Ablauf, meist nach dem Muster aus dem Abschnitt zur Trauerhalle: Musik, Begrüßung, Rede, Musik, weitere Worte, Abschied, Auszug. Rituale sind frei wählbar: eine Kerze, die jeder Gast entzündet, Blumen, die auf den Sarg gelegt werden, ein Lied, das alle gemeinsam hören, ein Gegenstand des Verstorbenen, der herumgereicht wird.

Freie Feiern finden in der Trauerhalle des Friedhofs statt, in Räumen des Bestatters, manchmal auch draußen oder in einem Gasthaus. Was eine freie Trauerrede von einer kirchlichen Ansprache unterscheidet, zeigen die Beispiele unter freie Trauerrede.

Ablauf am Grab und bei der Urnenbeisetzung

Nach der Feier in der Halle oder Kirche geht die Trauergemeinde zum Grab. Bei einer Erdbestattung tragen Sargträger den Sarg, die Familie folgt direkt dahinter, dann die übrigen Gäste. Am Grab wird der Sarg abgesenkt, der Pfarrer oder Trauerredner spricht wenige Worte, oft ein Gebet oder einen Segen. Danach treten die Gäste einzeln ans Grab, werfen Erde oder Blumen hinein und sprechen der Familie ihr Beileid aus, die neben dem Grab steht.

Eine Urnenbeisetzung findet meist Tage oder Wochen nach der Trauerfeier statt, weil die Kremation dazwischen liegt. Sie ist kürzer, oft nur im engsten Kreis: Die Urne wird zum Grab getragen, es gibt kurze Worte, manchmal ein Lied, die Urne wird beigesetzt, die Gäste nehmen Abschied. Viele Familien verbinden die Trauerfeier mit der Urnenbeisetzung an einem Tag, wenn die Urne bereits vorliegt. Wer am Grab sprechen möchte, findet Hinweise und Beispiele unter Grabrede: dort gibt es kein Pult, oft Wind, und alle stehen.

Wie lange dauert eine Beerdigung?

Die Trauerfeier in der Halle oder Kirche dauert meist 30 bis 45 Minuten, ein katholisches Requiem eher 45 bis 60. Der Weg zum Grab und die Beisetzung dauern weitere 15 bis 30 Minuten, je nach Größe des Friedhofs und der Trauergemeinde. Mit Ankunft, Kondolenz und Abschied am Grab sollten Sie insgesamt anderthalb bis zwei Stunden einplanen. Eine Urnenbeisetzung im kleinen Kreis ist oft in 20 bis 30 Minuten vorbei.

Danach lädt die Familie häufig zum Trauercafé oder Leichenschmaus ein, in ein Gasthaus oder nach Hause. Das dauert ein bis zwei Stunden und ist keine Pflicht, aber für viele Gäste der Teil, in dem Erinnerungen ausgetauscht werden. Die Einladung dazu wird am Ende der Feier ausgesprochen oder steht in der Traueranzeige.

Wer spricht wann: der Platz der Trauerrede

In fast jeder Trauerfeier gibt es eine Hauptrede und kurze weitere Beiträge. Die Hauptrede hält der Pfarrer, der Trauerredner oder ein Angehöriger; sie steht in der Mitte der Feier, nach der Begrüßung und vor dem persönlichen Lied. Weitere Redner, etwa ein Freund, ein Kollege oder ein Vereinsvorsitzender, kommen danach und sprechen kurz.

  • Melden Sie sich früh. Sagen Sie dem Bestatter oder Pfarrer, dass Sie sprechen möchten, damit die Reihenfolge feststeht und Zeit eingeplant wird.
  • Halten Sie die Länge ein. Hauptrede fünf bis zehn Minuten, weitere Beiträge zwei bis drei.
  • Legen Sie das Blatt bereit. Groß gedruckt, mit Nummern auf den Seiten, und geben Sie eine Kopie einer Person, die weiterlesen kann, falls Ihnen die Stimme wegbleibt. Mehr dazu unter Trauerrede halten.

Wer die Rede selbst schreiben möchte, findet unter Trauerrede schreiben eine Anleitung in sieben Schritten. Wer den Ablauf kennt, aber noch keine Worte hat, kann sie unter Rede erstellen aus seinen Erinnerungen entstehen lassen und dann genau an der Stelle sprechen, die der Ablauf vorsieht.

Jeder Mensch ist einzigartig. Seine Rede sollte es auch sein.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Trauerfeier?

Meist 30 bis 45 Minuten, ein katholisches Requiem 45 bis 60. Mit Weg zum Grab, Beisetzung und Kondolenz sollten Sie anderthalb bis zwei Stunden einplanen, für eine Urnenbeisetzung im kleinen Kreis 20 bis 30 Minuten.

Wer legt den Ablauf einer Trauerfeier fest?

Bei kirchlichen Feiern der Pfarrer im Gespräch mit der Familie, bei freien Feiern der Trauerredner oder die Familie selbst. Der Bestatter kennt die örtlichen Gegebenheiten und stimmt Zeit, Raum und Technik ab.

An welcher Stelle steht die Trauerrede?

Nach der Begrüßung und vor dem persönlichen Lied, also in der Mitte der Feier. Kurze Beiträge von Freunden, Kollegen oder Vereinen folgen danach.

Kommt die Urnenbeisetzung am selben Tag wie die Trauerfeier?

Oft nicht, weil die Kremation zwischen Feier und Beisetzung liegt. Viele Familien halten die Trauerfeier mit dem Sarg und setzen die Urne später im kleinen Kreis bei. Ist die Urne schon vorhanden, kann beides an einem Tag stattfinden.

Was passiert nach der Beisetzung?

Am Grab sprechen die Gäste der Familie ihr Beileid aus. Danach lädt die Familie häufig zum Trauercafé ein. Die Einladung wird am Ende der Feier ausgesprochen oder steht in der Traueranzeige.

Darf bei einer kirchlichen Beerdigung ein Angehöriger sprechen?

In der Regel ja, nach Absprache mit dem Pfarrer. Meist ist dafür ein Platz nach der Predigt oder vor dem Segen vorgesehen. Sagen Sie es früh und halten Sie sich kurz.

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