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Lieder zur Beerdigung: die passenden Lieder für die Trauerfeier finden

Musik sagt auf einer Trauerfeier, was Worte nicht schaffen. Diese Seite sammelt rund 60 Lieder zur Beerdigung, die in Deutschland häufig gewünscht werden: deutsche Lieder, Kirchenlieder, moderne Songs, Instrumentalstücke und Vorschläge für den Abschied von der Mutter, dem Vater, Oma und Opa. Dazu lesen Sie, wie viele Lieder eine Trauerfeier verträgt und an welcher Stelle sie am besten stehen.

Wie viele Lieder und an welcher Stelle der Trauerfeier

Eine Trauerfeier von 30 bis 45 Minuten verträgt drei bis vier Musikstücke. Mehr wirkt schnell wie ein Konzert, weniger lässt die Feier kahl. Bewährt hat sich diese Verteilung:

  1. Zum Einzug oder zu Beginn. Ein ruhiges, eher instrumentales Stück, während die Gäste Platz nehmen und zur Ruhe kommen.
  2. Nach der Trauerrede. Das persönlichste Lied, oft das Lieblingslied des Verstorbenen. Es gibt der Gemeinde Zeit, das Gesagte nachklingen zu lassen.
  3. Vor dem Abschied am Sarg oder an der Urne. Ein tröstendes, getragenes Stück, kirchlich oder weltlich.
  4. Zum Auszug. Je nach Familie ein hoffnungsvolles oder sogar ein heiteres Lied, das der Verstorbene gemocht hat.

Sprechen Sie die Auswahl mit dem Bestatter, dem Pfarrer oder dem Trauerredner ab. Sie wissen, welche Technik in der Trauerhalle vorhanden ist und ob ein Organist, ein Trompeter oder eine Sängerin gebucht werden kann. In Kirchen gelten eigene Regeln, manche Gemeinden erlauben nur Kirchenmusik oder nur Live-Musik. Fragen Sie vorher, nicht am Tag der Feier.

Die meistgespielten deutschen Lieder zur Beerdigung

Diese deutschsprachigen Lieder werden bei Trauerfeiern besonders häufig gewünscht. Sie sind bekannt genug, dass viele Gäste sie erkennen, und ruhig genug für die Trauerhalle.

  • Geboren um zu leben, Unheilig
  • Der Weg, Herbert Grönemeyer
  • Über sieben Brücken musst du gehn, Karat, bekannt auch in der Fassung von Peter Maffay
  • Amoi seg' ma uns wieder, Andreas Gabalier
  • Nur zu Besuch, Die Toten Hosen
  • Über den Wolken, Reinhard Mey
  • Dann mach's gut, Reinhard Mey
  • Irgendwas bleibt, Silbermond
  • Vom selben Stern, Ich + Ich
  • Wie schön du bist, Sarah Connor
  • Heute hier, morgen dort, Hannes Wader
  • Halt mich, Herbert Grönemeyer
  • Ein Kompliment, Sportfreunde Stiller
  • Weißt du noch, Nena
  • Sag mir, wo die Blumen sind, Marlene Dietrich

Für ältere Verstorbene passen oft Lieder aus ihrer eigenen Jugend besser als aktuelle Titel. Fragen Sie Geschwister und alte Freunde, was zu Hause gelaufen ist. Ein Lied, das jemand im Auto mitgesungen hat, sagt mehr als das schönste Trauerlied.

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Kirchliche Lieder: evangelisch und katholisch

Bei einer kirchlichen Trauerfeier singt die Gemeinde mit, deshalb sollten die Lieder im Gesangbuch stehen: im Evangelischen Gesangbuch oder im Gotteslob. Diese Lieder gehören zu den bekanntesten und werden in beiden Konfessionen gesungen oder gespielt:

  • Von guten Mächten wunderbar geborgen, Text von Dietrich Bonhoeffer, meist in der Melodie von Siegfried Fietz
  • So nimm denn meine Hände
  • Der Mond ist aufgegangen
  • Großer Gott, wir loben dich
  • Wer nur den lieben Gott lässt walten
  • Bleib bei mir, Herr, nach dem englischen Abide with me
  • Näher, mein Gott, zu dir
  • Jesus, meine Zuversicht
  • Ich bin ein Gast auf Erden
  • Meine Zeit steht in deinen Händen, Peter Strauch
  • Da berühren sich Himmel und Erde
  • Ave Maria, Franz Schubert, oder die Fassung von Bach und Gounod, meist gesungen oder auf der Orgel
  • Amazing Grace, gesungen, auf der Orgel oder auf dem Dudelsack

Der Pfarrer schlägt in der Regel zwei Lieder vor und lässt der Familie eines oder zwei frei. Wer möchte, dass ein bestimmtes weltliches Lied gespielt wird, fragt vorher; viele Gemeinden erlauben es zum Ein- oder Auszug.

Moderne und englische Lieder für die Trauerfeier

Bei weltlichen Trauerfeiern sind englischsprachige Lieder längst üblich. Diese Titel werden besonders oft gewählt, weil ihr Thema Abschied, Dank oder Erinnerung ist:

  • Time to Say Goodbye (Con te partirò), Andrea Bocelli und Sarah Brightman
  • Hallelujah, Leonard Cohen, oft in der Fassung von Jeff Buckley
  • Tears in Heaven, Eric Clapton
  • My Way, Frank Sinatra
  • What a Wonderful World, Louis Armstrong
  • Angels, Robbie Williams
  • Supermarket Flowers, Ed Sheeran
  • Photograph, Ed Sheeran
  • Over the Rainbow, Israel Kamakawiwoʻole
  • Wind Beneath My Wings, Bette Midler
  • Candle in the Wind, Elton John
  • Knockin' on Heaven's Door, Bob Dylan
  • Wish You Were Here, Pink Floyd
  • Who Wants to Live Forever, Queen
  • The Show Must Go On, Queen
  • We'll Meet Again, Vera Lynn
  • Always Look on the Bright Side of Life, Monty Python, für Menschen, die über sich selbst lachen konnten

Bei englischen Texten lohnt ein Blick auf den ganzen Text, nicht nur auf den Refrain. Manche Lieder, die nach Abschied klingen, handeln von einer Trennung oder von etwas ganz anderem. Wer die Zeilen vor der Feier einmal übersetzt liest, erlebt keine Überraschung in der Trauerhalle.

Lieder zur Beerdigung der Mutter

Für den Abschied von der Mutter wählen viele Familien ein Lied über Dank und Nähe, nicht über den Tod. Häufig gewünscht sind:

  • Wie schön du bist, Sarah Connor
  • Supermarket Flowers, Ed Sheeran, geschrieben nach dem Tod seiner Großmutter, oft für die Mutter gewählt
  • Mama, Heintje, für Mütter, die in den Sechzigern jung waren
  • Let It Be, The Beatles
  • Über den Wolken, Reinhard Mey
  • Amoi seg' ma uns wieder, Andreas Gabalier
  • Von guten Mächten wunderbar geborgen, für die kirchliche Feier
  • Ave Maria, Franz Schubert
  • Nuvole Bianche, Ludovico Einaudi, instrumental

Wer die Trauerrede für die Mutter selbst hält, legt das persönlichste Lied am besten direkt hinter die Rede. Wie so eine Rede aussehen kann, zeigen die Beispiele unter Trauerrede für die Mutter.

Lieder für den Vater, für Oma und Opa

Für den Vater sind es oft Lieder mit Haltung: der eigene Weg, das eigene Leben, ein Dank unter Männern.

  • Der Weg, Herbert Grönemeyer
  • My Way, Frank Sinatra
  • Father and Son, Cat Stevens
  • Dance with My Father, Luther Vandross
  • Dann mach's gut, Reinhard Mey
  • In My Life, The Beatles
  • Heute hier, morgen dort, Hannes Wader
  • Über sieben Brücken musst du gehn, Karat oder Peter Maffay

Für Oma und Opa passen ruhige, vertraute Melodien, gern aus ihrer eigenen Zeit:

  • Der Mond ist aufgegangen
  • So nimm denn meine Hände
  • Sag mir, wo die Blumen sind, Marlene Dietrich
  • We'll Meet Again, Vera Lynn
  • Il Silenzio, Nini Rosso, auf der Trompete
  • Supermarket Flowers, Ed Sheeran
  • Ave Maria, Bach und Gounod

Beispiele für die Worte dazu finden Sie unter Trauerrede für den Vater, Trauerrede für die Oma und Trauerrede für Opa.

Instrumentale und klassische Musik zur Trauerfeier

Instrumentalmusik hat einen Vorteil: Niemand achtet auf den Text, alle hören die Stimmung. Sie eignet sich besonders zum Einzug, zum stillen Gedenken und für Familien, die sich auf kein Lied einigen können.

  • Air aus der Orchestersuite Nr. 3, Johann Sebastian Bach
  • Adagio in g-Moll, Tomaso Albinoni und Remo Giazotto
  • Adagio for Strings, Samuel Barber
  • Kanon in D-Dur, Johann Pachelbel
  • Nimrod aus den Enigma-Variationen, Edward Elgar
  • Nocturne op. 9 Nr. 2, Frédéric Chopin
  • Gymnopédie Nr. 1, Erik Satie
  • Nuvole Bianche und Una mattina, Ludovico Einaudi
  • Comptine d'un autre été, Yann Tiersen
  • Gabriel's Oboe, Ennio Morricone
  • Time, Hans Zimmer
  • Il Silenzio, Nini Rosso, Trompete
  • Amazing Grace, Dudelsack

Live gespielt wirken diese Stücke stärker als vom Band. Viele Bestatter kennen Organisten, Trompeter, Cellisten und Sängerinnen in der Nähe und vermitteln den Kontakt.

Musik für die Urnenbeisetzung und die freie Trauerfeier

Eine Urnenbeisetzung ist meist kürzer und findet oft direkt am Grab statt. Dort gibt es keine Anlage, also entweder Live-Musik oder ein kleiner Lautsprecher, den der Bestatter mitbringt. Ein oder zwei Stücke genügen: eines zu Beginn, eines nach den Worten am Grab.

Bei einer freien Trauerfeier ohne Pfarrer ist die Musik frei wählbar. Hier darf es auch das Lieblingslied sein, das in keiner Liste steht: ein Schlager, ein Rocksong, das Lied vom ersten Tanz. Wichtig ist nur, dass es zum Menschen passt und dass die Familie es vorher einmal ganz gehört hat. Was bei einer Rede am Grab anders ist als in der Trauerhalle, steht unter Grabrede, eine Übersicht zur freien Feier unter freie Trauerrede.

Musik und Rede aufeinander abstimmen

Musik und Rede tragen sich gegenseitig. Ein paar einfache Regeln helfen:

  • Das persönlichste Lied kommt nach der Rede, nicht davor. Die Rede erklärt, warum es dieses Lied ist; danach hört jeder es anders.
  • Nennen Sie das Lied in der Rede, mit einem Satz: „Das Lied, das gleich kommt, hat er jeden Sonntag beim Frühstück gehört.“ So wird aus Hintergrundmusik ein Moment.
  • Keine Musik unter der Rede. Leise Musik unter gesprochenen Worten macht beides unverständlich.
  • Planen Sie Stille ein. Nach dem letzten Lied darf es einen Moment still bleiben, bevor der Bestatter zum Abschied bittet.

Wenn die Musik gewählt ist und die Worte noch fehlen: Unter Trauerrede schreiben steht eine Anleitung in sieben Schritten, unter Trauerrede halten lesen Sie, wie Sie den Vortrag durchstehen, und unter Rede erstellen entsteht aus Ihren Erinnerungen eine persönliche Rede, in die das gewählte Lied schon hineingeschrieben werden kann.

Jeder Mensch ist einzigartig. Seine Rede sollte es auch sein.

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Häufige Fragen

Wie viele Lieder spielt man bei einer Beerdigung?

Drei bis vier Stücke bei einer Trauerfeier von 30 bis 45 Minuten: zum Einzug, nach der Rede, vor dem Abschied und zum Auszug. Bei einer kurzen Urnenbeisetzung am Grab genügen ein oder zwei.

Welche Lieder werden am häufigsten bei Beerdigungen gespielt?

Im deutschsprachigen Raum sehr oft: Geboren um zu leben, Der Weg, Über sieben Brücken musst du gehn, Amoi seg' ma uns wieder, Time to Say Goodbye, Hallelujah und Ave Maria. In der Kirche: Von guten Mächten wunderbar geborgen und So nimm denn meine Hände.

Darf in der Kirche auch weltliche Musik gespielt werden?

Das entscheidet die jeweilige Gemeinde. Viele erlauben ein weltliches Lied zum Ein- oder Auszug, manche nur Kirchenmusik oder nur Live-Musik. Fragen Sie den Pfarrer vor der Planung.

Lieber Live-Musik oder vom Band?

Live wirkt stärker und lässt sich an die Feier anpassen, kostet aber Organisation. Vom Band ist verlässlich, wenn die Trauerhalle eine Anlage hat. Am Grab braucht es Live-Musik oder einen Lautsprecher vom Bestatter.

Darf ein Lied auch fröhlich sein?

Ja, vor allem zum Auszug. Ein heiteres Lied, das der Verstorbene geliebt hat, sagt oft mehr über ihn als ein trauriges. Sagen Sie in der Rede einen Satz dazu, damit die Gäste den Zusammenhang kennen.

Was, wenn die Familie sich nicht einigen kann?

Nehmen Sie ein Instrumentalstück für den Anfang und lassen Sie jeden, der spricht, ein Lied vorschlagen, das er in seinen Worten erwähnt. So bekommt jedes Lied seinen Platz und seine Erklärung.

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